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Pirckheimer-Blog

Mi, 15.11.2017

Mi Poema - Mein Gedicht

Wie fast jedes Jahr gibt es in Wuppertal eine Ausstellung der Graphiken aus dem neuen Kalender der Druckwerkstatt Matagalpa/Nicaragua, je nach Raummöglichkeit mit weiteren Arbeiten.

Der Kalender wurde im Sommer diesen Jahres von den Mitgliedern der Gruppe „TallerContil“ (Rußwerkstatt) in einem selbstorganisierten Workshop entwickelt und von Hand gedruckt. Die 12 Farbholzschnitte sind einzeln signiert und in einer Auflage von 40 Exemplaren numeriert, die Kalendarien werden auf separaten Blättern digital gedruckt.
Der Kalender mißt 42 x 30 cm im Hochformat. Die Holzschnitte sind auf naturfarbenem Werkdruckpapier gedruckt, der Rückseitenkarton hat eine Klappöse zur Wandhängung. Der Kalender kann zum Postversand bestellt werden.
Der Kalender kostet 110.- € zzgl. 5.- € Versand. 50 % des Verkaufserlöses geht an die Autoren, 50 % wird für ein neues Projekt in Matagalpa verwendet.

Eröffnung: 20. November 2018, 18.30 Uhr

VHS Wuppertal-Elberfeld | Schulstr. 20 | Wuppertal-Elberfeld

Bestellung: Eckhard Froeschlin, Alte Papierfabrik | Fabrikstr. 32-40 | D - 72516 Scheer/Donau

Di, 14.11.2017

DDR-Bürger auf der Leipziger Buchmesse 1986 | Bildrechte: dpa

Buchmessen in der DDR

Der Verein der Bücher- und Graphikfreunde Magdeburg und Sachsen-Anhalt "Willibald Pirckheimer" lädt ein zu einem Abend mit Patrica F. Blume über »Buchmessen in der DDR«.

Durch ihre langjährigen Recherchen ist Patricia F. Blume eine profilierte Kennerin der Geschichte der Internationalen Leipziger Buchmesse, die das Gesicht der Buchstadt in der DDR deutlich prägte. Sie ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Buchwissenschaft der Universität Leipzig und arbeitete außerdem zu ungelesenen Büchern und Breslauer Verlegern. Im Zuge ihrer Forschung zu diesem vielschichtigen Kapitel der Leipziger Vergangenheit hat Patricia F. Blume bereits veröffentlicht, u. a. diverse Aufsätze in Zeitschriften wie dem Deutschland Archiv und in Sammelbänden zu Medien in der DDR und zum Heimlichen Lesen sowie einen mehrteiligen Artikel (Patricia F. Zeckert) in der Leipziger Volkszeitung.
(Ralf Wege)

Näheres unter Buchmessen in der DDR

15. November 2017

Literaturhaus Magdeburg, Thiemstraße 7

 

Mo, 13.11.2017

Elke Rehder, Holzschnitt - Komm! ins Offene, Freund! zwar glänzt ein Weniges heute | Nur herunter und eng schließet der Himmel uns ein. Unvollendete Elegie von Friedrich Hölderlin
Klaus Raasch, Holzschnitt - ohne Titel

"Graphische Kunst"

Außer den Marginalien kenne ich nur noch die seit 2004 vom Pirckheimer Jürgen Schweitzer herausgegebene "GRAPHISCHE KUNST Internationale Zeitschrift für Buchkunst und Graphik Neue Folge" als Zeitschrift, die regelmäßig originalgraphische Beilagen enthält.

Die zweimal jährlich erscheinende GRAPHISCHE KUNST wurde 1973 von Curt Visel gegründet und hat sich zum Ziel gesetzt, die klassische Druckgrafik zu fördern. Das Heft erscheint in bibliophiler Ausstattung mit Beiträgen über Künstler des 20. und 21. Jahrhunderts.

Das neueste Heft wird in den nächsten Tagen ausgeliefert und enthält in der Ausgabe B in 150 signierte Exemplaren die Holzschnitte der Pirckheimerin Elke Rehder zu Hölderlin "Komm ins Offene, Freund!" (Abb.), von Klaus Eberlein "Des Deutschen Hörigkeit" und die Farbholzschnitte von Alexandra Frohloff "Stehendes Wasser" und vom Pirckheimer Klaus Raasch "ohne Titel" (Abb.). Die Ausgabe A enthält mit nummerierten und signierten 100 Exemplaren zusätzlich Radierungen von Markus Retzlaff " Frauenkirche" und von Andreas Raub "Ginko".

Näheres hier: GRAPHISCHE KUNST

 

So, 12.11.2017

Exlibris-Wettbewerb

Die Gemeinde St. Mihiel, der Verein «Amis de la Bibliothèque Bénédictine» und der Französische Exlibris Verein «AFCEL» ruft Künstler aus allen Ländern und in jedem Alter aus Anlaß des Endes der Schlacht von St. Mihiel zu einem internationalen Exlibris-Wettbewerb zum Thema «WAFFENSTILLSTAND» auf.
Es werden u.a. Preisgelder in Höhe von 2500 €, sowie Ehrenvolle Erwähnungen ausgelobt. Die Preisverleihung findet zur Eröffnung der Internationalen Bienale des Buchkunsthandwerks (BIAL) in St. Mihiel, Frankreich, statt.

Reglement der Teilnahme

Leopold Schefer, um 1860

Einige Dichter, die Marginalien und andere „Organe“

Ich habe im Lauf der Jahre in den Marginalien (seit 2003) und anderswo etliche Artikel veröffentlicht, die zu meinen Bemühungen gehören, Leopold Schefer, Heinrich Stieglitz, Max Waldau und andere zu Unrecht vergessene Dichter in die Literaturgeschichte des Biedermeier zurückzuholen. Sie ergänzen zum Teil die in der Wikipedia unter „Bernd-Ingo Friedrich“ aufgeführten Publikationen, zum Teil auch einander. Mich bekümmert, daß sie so weit verstreut erschienen sind (in den Marginalien z. B. nur das, was sich „bibliophilengerecht“ verarbeiten ließ) und kaum wahrgenommen werden. Deshalb möchte ich an dieser Stelle auf einige interessante Artikel aufmerksam machen, die (leider) nicht in die Marginalien paßten.

(Bernd-Ingo Friedrich)

zur Artikelliste

Sa, 11.11.2017

„Strömungen II“, 1978 Radierung, 150 x 200 mm Umschlaggestaltung für Margaret Atwood, Strömung, Leipzig 1979
„Erscheinungen“, 2000 Farbradierung, 122 x 196 mm Beilage in: Heft 30 der Reihe 24 x 34. Blätter zu Literatur und Grafik Hrsg. Leipziger Bibliophilen-Abend, Leipzig 2000

Der Zauberer von Dittersdorf: Thomas Ranft

Thomas Ranft wurde 1945 geboren. Damit gehört er ganz und gar der Nachkriegsgeneration an, was einschließt, daß der Vater im Krieg geblieben war. Rechnet man die ersten Jahre der Kindheit als Inkubationsphase ab, ist der wesentliche Teil seiner Biographie auch vollumfänglich die eines DDR-Bürgers. Das Aufwachsen in einer nahezu idyllischen Umgebung, die Zugehörigkeit zur anthroposophisch ausgerichteten „Christengemeinschaft“ Weimars und die Tätigkeit seiner Mutter als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Goethe-Haus am Frauenplan prägten seinen Intellekt und seine Weltanschauung. Eine Schule, sagt Ranft, habe er eigentlich nicht gebraucht. Sechs Jahre Lehre und Arbeit als Landschaftsgärtner in Weimar und Markkleeberg und ein vierjähriges Intermezzo am Arbeitertheater in Böhlen erbrachten einen Grundstock an Lebenserfahrung. Die anschließenden Jahre des Studiums an der Hochschule für Grafik und Buchkunst 1967 bis 72 in Leipzig erwiesen sich als der biographische Volltreffer, und auch die Übersiedlung nach Karl-Marx-Stadt sollte sich als Glücksfall erweisen.

„Am Anfang war die Tat.“ Diesem Goethe-Wort folgend, besetzten die jungen Künstler von Karl-Marx-Stadt energisch den fast noch jungfräulichen Kunstraum der Industriestadt, das heißt: Sie nutzten ihre Chance. Die Anfänge wurden von der Suche nach Gleichgesinnten, unter anderem zu diesem Zweck veranstalteten Plenairs (+ Dokumentationen, auf die ihre Macher besonders stolz zu sein scheinen) sowie organisatorischen Aktivitäten beherrscht. Thomas Ranft wurde zum (Pro-) Motor der Bewegung; Initiator und Mitbegründer der Künstlergruppe „Clara Mosch“ und ihrer gleichnamigen Galerie, Vorstandsmitglied der „Galerie oben“ und später, nach der Wende, Initiator des Vereins „Kunst für Chemnitz e.V.“ Die Inbesitznahme und die mit einem gesellschaftlichen Großereignis für Chemnitz verbundene Bestandssicherung des „Heck-Art“-Hauses wären eine eigene Darstellung wert. Künstlerisch wurde Ranft ein Spiritus rector für Osmar Osten, Steffen Volmer, Klaus Hähner-Springmühl, E. Wolfgang Hartzsch, Wolfram A. Scheffler und den „Hilfs-Mosch“ Klaus Süß. (Vgl. Marginalien 222, S. 4.)

„Ich habe mich in der DDR immer frei gefühlt.“ Die wichtigste Episode im Leben Ranfts und der mit ihm eng verbundenen Künstler Carlfriedrich Claus, Dagmar Ranft-Schinke, Michael Morgner und Gregor-Torsten Schade (kurzzeitig Schade-Adelsberg, heute Kozik) hieß „Clara Mosch“. Der Untergang der von Beginn an weit über Karl-Marx-Stadt hinaus einflußreichen Gruppe war für die Staatsorgane der DDR bald eine fest beschlossene und aufwendig durchgeführte Sache. Um „CFC“ kümmerte man sich nicht. Morgner wurde protegiert, Kozik klandestin als Stasi-Spitzel – der er nie war – denunziert; Ranft sollte als Künstler ignoriert und menschlich korrumpiert werden. Seine Bibliographie in Verstecktes Spiel listet demzufolge, allerdings in einer Auswahl, bis 1989 nur fünf Kataloge auf und ganze dreimal „Weiterführende Literatur“ (Lothar Lang, Wolfgang Hütt, Karin Thomas).

(Bernd-Ingo Friedrich, Auszug aus einem bislang unveröffentlichten Artikel)

30 Jahre Werkstatt Künstlerische Lithographie Berlin

Aus Anlass des Jahrestages der Werkstatt Künstlerische Lithographie Berlin Treptow findet in der Galerie Alte Schule eine Ausstellung statt. Zu sehen sind 100 Druckgraphiken aus 30 Jahren Druckwerkstadt von 40 Künstlern. Die Laudatio zur Eröffnung hält Alexander Bandila, Kulturwissenschaftler und Kustor. Musik Jazz-Duo Laura Bondi (Gesang) und Danil Zverkhanovsky (Gitarre).

Vernissage: 17. November 2017, 20 Uhr
Ausstellung: 17. November 2017 - 6. Januar 2018

Galerie Alte Schule im Kulturzentrum Adlershof
Dörpfeldstr. 56, 12489 Berlin

Do, 09.11.2017

Goethes Autographensammlung

Die Maximilian-Gesellschaft legt mit der diesjährigen Jahresgabe wieder ein bibliophiles Kleinod vor, den Band "Aus Goethes Autographensammlung". Dieser geht zurück auf eine gemeinsame Ausstellung des Weimarer Goethe- und Schiller-Archivs und des Goethe-Museums in Frankfurt/M, wobei dieser Band gegenüber der Ausstellung um thematisch wichtge Stücke erweitert wurde. Das im Wallstein Verlag in einer Auflage von 1200 Exemplaren erschienene Buch wurde von Claudia Rupp gestaltet und in der Offizin Scheufele gedruckt und in Ln. gebunden, 700 Exemplare der 1.200er Auflage wurden speziell für die Maximilian-Gesellschaft geschaffen.

Der Band über Goethes Autographensammlung geht den Geschichten von mehr als 60 auserlesenen Einzelstücken der Sammlung nach. Er bietet zu den einzelnen Stücken neben einer Faksimileseite jeweils eine Einführung sowie als Beilage die Transkriptionen der Autographen u. a. von Achim von Arnim, Ludwig van Beethoven, Johann Friedrich Cotta, Denis Diderot, Johann Gottlieb Fichte, Jacob Grimm, Georg Wilhelm Friedrich Hegel, Alexander und Wilhelm von Humboldt, Immanuel Kant, Heinrich von Kleist, Gotthold Ephraim Lessing, Wolfgang Amadeus Mozart, Napoleon, Sophie von La Roche, Friedrich Schiller, Walter Scott, Madame de Staël, Voltaire, George Washington und Christoph Martin Wieland.

ISBN 978-3-921743-66-9 (Maximilian-Gesellschaft)
ISBN 978-3-8353-3106-8 (Wallstein Verlag)

v.l.n.r.: Béatrice Hernad, Claudia Fabian, Reinhard Grüner, Hubert Kretschmer

We keep on fighting... - zwei Sammler, zwei Konzepte zum wahren Künstlerbuch

Als Begleitveranstaltung im Rahmen der Künstlerbuchausstellung SHOWCASE, die noch bis zum 7. Januar 2018 in den „Schatzkammern“ der Bayerische Staatsbibliothek läuft, lieferten sich die beiden Münchner Pirckheimer Reinhard Grüner und Hubert Kretschmer am 7. November ein Wortduell um das „wahre Künstlerbuch“. Beide sind sowohl Sammler von Künstlerbüchern – aber nicht nur deswegen ausgewiesene Experten, wie zahlreiche Veröffentlichungen (zuletzt R. Grüner in den Marginalien 226) und Ausstellungen bezeugen. Sehenswert sowohl die Homepage von Kretschmers „Archive Artist Publications“ wie auch Grüners „Moderne Buchkunst seit 1960 - Eine private Sicht“.

Große Gemeinsamkeiten also bei beiden Sammlern – aber noch größere Unterschiede, ja Gegensätze, was ihre Auffassung vom „Künstlerbuch“ betrifft. Ist für den einen (R.G.) auch, ja vorrangig das Äußere (Papier, Abbildungen, Herstellung) ausschlaggebend, oft nur im Unikatbuch oder in kleinster Auflage zu verwirklichen, so ist für den anderen (H.K.) allein die Aussage des Künstlers wichtig, durchaus auch einfachste Fotokopien zur weitreichenden Verbreitung.

Aber es führt zu weit, den fast zweistündigen Diskurs, souverän moderiert von der Leiterin der Abteilung Handschriften und Alte Drucke, Dr. Claudia Fabian, und unterstützt von Dr. Béatrice Hernad, in der Abteilung verantwortlich für die Sammlung der Künstler- und Malerbücher, Pressendrucke, die auch die Ausstellung SHOWCASE kuratiert hat, hier auch nur ansatzweise wiederzugeben. Und das ist auch unnötig, denn über den Twitter-Account der BSB kann die gesamte Veranstaltung angeschaut und miterlebt werden.

Erst vor sechs Wochen wurde übrigens Claudia Fabian die Karl-Preusker-Medaille verliehen, und damit ihre (und der Bayerischen Staatsbibliothek) „herausragenden Verdienste für die Erschließung, Erforschung und Sichtbarmachung des schriftlichen Kulturguts vom Mittelalter bis in die neueste Zeit“ gewürdigt.

(Matthias Haberzettl)

artbook.berlin 2017

Die Pirckheimer-Gesellschaft wird auch in diesem Jahr mit einem eigenen Stand auf der artbook.berlin vertreten sein. In den vergangenen Jahren konnten die Pirckheimer auf dieser Messe neue Freunde finden und selbstvertsändlich sind auch in diesem Jahr alle Pirckheimer angesprochen, auf der artbook.berlin an unserem Stand den Kontakt zu anderen Freunden zu suchen und zu finden. Es wird diesmal keinen "Plan" für die Besetzung des Standes geben, denn das hat sich in den letzten Jahren als überflüssig erwiesen. Aber wer von den Pirckheimern die artbook.berlin besucht und diese Gelegenheit nutzen möchte, am Pirckheimer-Stand mit anderen Bücherfreunden ins Gespräch zu kommen, für unser Anliegen zu werben oder unsere Publikationen an den Mann (selbstverständlich auch an die Frau!) zu bringen, ist natürlich willkommen. Bitte einfach eine E-Mail mit einem gewünschten Zeitfenster an Abel Doering. Einige Pirckheimer haben sich bereits zur Unterstützung bereit erklärt, es wird also niemand allein an unserem Stand stehen.

17. November 2017, 16 - 20 Uhr
18. November 2017, 12 - 20 Uhr
19. November 2017, 11 - 17 Uhr

Kunstquartier Bethanien
Mariannenplatz 2 | 10779 Berlin

Mi, 08.11.2017

Plakatgestaltung: Gerwin Schmidt, 2017, unter Verwendung von Werken Alexander Rodtschenkos und Gustav Klutsis‘ © VG Bild-Kunst, Bonn 2017 für das Werk von Alexander Rodtschenko

The Paper Revolution

Sowjetisches Grafikdesign der 1920er und 1930er Jahre

Zum 100. Jahrestag der russischen Oktoberrevolution am 7. November 2017 ist das Bröhan-Museum Gastgeber einer Ausstellung des Moscow Design Museums: „The Paper Revolution. Sowjetisches Grafikdesign der 1920er und 1930er Jahre“.

Die Ausstellung widmet sich einem besonders interessanten Kapitel in der Designgeschichte des 20. Jahrhunderts: dem frühen sowjetischen Grafikdesign. Im ersten Jahrzehnt seines Bestehens brauchte das sowjetische Russland, ein junger revolutionärer Staat, eine eigene visuelle Sprache. Angesteckt von der politischen und gesellschaftlichen Dynamik, entwickelte sich eine neue künstlerische Bewegung: Der Konstruktivismus. Plakate, Zeitschriften und Bucheinbände wurden zum wichtigsten Propagandamittel des neuen politischen Regimes.

Die Ausstellung zeigt etwa 100 Beispiele des konstruktivistischen Grafikdesigns – Plakate, Bücher, Zeitschriften, Postkarten – von herausragenden Künstlerinnen und Künstlern wie Alexander Rodtschenko, Warwara Stepanowa, Gustav Klutsis, Wladimir und Georgii Stenberg, El Lissitzky, Sergei Senkin, Alexei Gan, Valentina Kulagina, Anton Lavinsky und vielen anderen.

8. November 2017 - 21. Januar 2018

Bröhan-Museum
Schloßstr. 1a
14059 Berlin

Mo, 06.11.2017

H. Höhne, Kleine Überfahrt, 2016, Holzschnitt, 16 x 28 cm
M. Stille, wellen III, 2015, Farbholzschnitt, 27 x 36 cm

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Holzschnitte, Materialdrucke und Radierungen
von Helga Höhne und Marion Stille

Malerisch-stimmungsvolle Farbholzschnitte von Hand gedruckt von Marion Stille stehen in einem spannenden Gegenüber zu den eindrücklichen Schwarz-Weiß-Holzschnitten, einfarbigen Materialdrucken und Radierungen von Helga Höhne in der 102. Ausstellung des Druckgraphik-Ateliers.

Die Berliner Textilkünstlerin Helga Höhne, geb. 1949 in Zwickau/Sa., ist über den Film - 1972 - 78 Fachschulfernstudium - und Tätigkeiten in der Kulturarbeit zur Bildenden Kunst gekommen. Seit 1984 beschäftigt sie sich mit Stoffweberei, Teppichobjekte entstanden ab dem Jahr 2000 und seit 2005 Druckgraphik. Ihre Arbeiten sind bisher auf Ausstellungen in Deutschland und in internationalen Veröffentlichungen zu sehen gewesen. Ihre Arbeiten zeichnet eine rhythmisch akzentuierte Bildsprache aus, in der sie z.B. aufgefundene Relikte oder organische Naturformen zu ornamentalen Bildzeichen werden lässt, ohne aber - und darin liegt nun der deutlich spürbare Kontrast - eine exakt dekorative Festlegung vorzugeben. Hier zeigt sich, was generell für Helga Höhnes Kunst gilt: Phantasieanregende Formverwandlungen von hoher Intensität entstehen aus der gegenseitigen Durchdringung von Realität und Abstraktion.

Marion Stille, geb. 1952 in Pritzwalk, studierte Kunsterziehung/Geschichte sowie anschließend 1975 - 80 Malerei/Graphik (an der Kunsthochschule Berlin bei Hans Vent und Prof. Dieter Goltzsche) und 1979/89 Freskotechnik, womit sie bereits einige öffentliche Wandgestaltungen in Berlin geschaffen hat. Auch mit ihrer Malerei und Graphik war sie auf zahlreichen nationalen und internationalen Ausstellungen präsent. Ihre Arbeiten sind geprägt von farbmodularen Sinnlichkeiten, selbsterfahren in Landschaften unter anderem auf ihren zahlreichen Studienreisen. Rhythmus sowie Struktur sind in emotionaler Bewegung und ergeben eine freie, fast ungegenständliche malerische Form. In ihren Farbholzschnitten, oft von der „verlorenen“ Form gedruckt, überlagern und mischen sich die z.B. Blau- und Grüntöne der Platten zu einem melodischen Klangreichtum.

Eröffnung: 11. November 2017, 17-20 Uhr
11. November - 05. Dezember 2017

Druckgraphik-Atelier
Dietrich-Bonhoeffer-Str. 3, 10407 Berlin

Heinz Hellmis. Schrift und Buchkunst als Lebenswerk

Ab sofort ist ein Blick in das Buch ›Heinz Hellmis. Schrift und Buchkunst als Lebenswerk‹ auch im Internet möglich.

Das Buch stellt das Lebenswerk des des Typographen und Buchgestalters vor, geschriebene und gezeichnete Alphabete, gezeichnete und handgeschriebene Vorlagen für Buchtitel, kalligrafische und typografischen Arbeiten....
Es basiert weitgehend auf den Entwürfen, die Heinz Hellmis noch eigenständig entwickelt hatte und ist das letzte Buch in der Reihe der ›Kiebitzbücher‹ der Edition ZWIEFACH.

zur Leseprobe

Englische Broschur mit Umschlag
Format 27 x 21 cm, fadengeheftet
152 Seiten, ca. 240 Abbildungen
Preis 35,00 Euro
ISBN 978-3-940408-23-5

So, 05.11.2017

Offene Ateliertür bei Eckhard Froeschlin

Zum vierten mal lädt Eckhard Froeschlin zum Wochenende der Offenen Ateliertür ein.

Gezeigt wird, was im letzten Jahr entstanden ist: Neue Radierungen als Jahresgaben, Landschaften in Pastell und Aquarell, Radierungen zum Widerstandskämpfer Reinhold Frank, oder das neue Künstlerbuch zu Mark Twains THE AWFUL GERMAN LANGUAGE.

Außerdem ist die neue BOB DYLAN 1965 Mappe mit Radierungen von Ulrich Brauchle zu sehen und ein Künstlerbuch mit Gedichten von Ernst Meister und Holzschnitten von Anne Büssow. Beide Arbeiten sind vor kurzem in der EDITION SCHWARZE SEITE erschienen. Wie jedes Jahr liegt auch der neue Graphik-Kalender aus dem Projekt Druckwerkstatt Matagalpa/Nicaragua aus, mit dem Titel MI POEMA, MEIN GEDICHT.

11. / 12. November 2017 

ATELIER ECKHARD FROESCHLIN
Alte Papierfabrik, Fabrikstr. 32-40, 72516 Scheer

Fr, 03.11.2017

Büchertisch MUNDO AZUL
Silva Finger
Vitrinenausstellung Klaus Ensikat
Klaus Ensikat signiert, Foto © Marianne Müller

Klaus Ensikat

Heute Abend wurde in der Staatsbibliothek zu Berlin Klaus Ensikat geehrt und natürlich, wie es sich aus diesem Anlass gehört, mit Superlativen überschüttet. Nach einer Begrüßung durch die Generaldirektorin Barbara Schneider-Kempf führte Carola Pohlmann, Leiterin der Kinder- und Jugendbuchabteilung, in das umfangreiche Œvre des Künstlers ein, danach sprach Barbara Kindermann über die 16jährige Zusammenarbeit ihres Verlages mit dem Kinderbuchillustrator und Roswitha Budeus-Budde, Redakteurin für Kinder- und Jugendliteratur der SZ, stellte Illustrationen vor, die bisher nicht erschienen und von der eine unter dieser Rubrik in der morgigen Ausgabe veröffentlicht wird. Kurz: eine Laudatio jagde die nächste, eine Laudatio übertraf die andere. Zu Recht.

Klaus Ensikat sieht sein Wirken bescheidener, wie es nur einem großen Künstler zusteht: Er habe doch nur Vorlagen abgezeichnet! Und seine akribisch gearbeiteten Zeichnungen waren nur der Hoffnung geschuldet, dass mehr Striche in einer Zeichnung eine höhere Bezahlung bedeuten müsse. Aber es bleibt dabei, seine Illustrationen haben Generationen von Lesern geprägt, ihnen Geschichte und Geschichten, Kultur und Bücher näher gebracht.

Auch die Auftritte von Silva Finger an der Violine zwischen den Vorträgen werden den Gästen, darunter etliche Pirckheimer, in Erinnerung bleiben. Ein wahrhaft gelungener Abend in der Reihe "Kinderbuch im Gespräch" der Staatsbibliothek zu Berlin - Preussischer Kulturbesitz, von Carola Pohlmann und ihrem Team wunderbar realisiert.

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