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Pirckheimer-Blog

Sa, 09.12.2017

Werner Klemke, Illustration zu Reineke Fuchs. Foto © Klingspor Museum Offenbach

Werner Klemke in Offenbach

Der morgige Nachmittag ist im Klingspor Museum dem großen Illustrator Werner Klemke zum 100. Geburtstag gewidmet. Professor Dr. Hans-Heino Ewers, langjähriger Leiter des Instituts für Jugendbuchforschung Frankfurt, spricht über den wohl bekanntesten Illustrator der DDR, der es mit seinem immensen Werk zu einer Popularität brachte, die ihresgleichen sucht. Viele seiner liebevoll gestalteten Kinderbücher begleiteten Generationen von Kindern, seine Illustrationen zur Weltliteratur begeisterten Buchliebhaber auch im Westen.
Das Klingspor Museum besitzt den künstlerischen Nachlass Klemkes. Wie dieser nach Offenbach kam, berichtet Christian Scheffler, der viele Jahre Leiter des Klingspor Museums war, anschließend finder im Klingspor-Museum eine Gesprächsrunde bei Kaffee und Keksen zu Werner Klemke statt.

10. Dezember 2017, 15 Uhr

Klingspor Museum
Herrnstr. 80
63065 Offenbach

Fr, 08.12.2017

Büchergilde-Magazin

Das Magazin der Büchergilde für das erste Quartal 2018 ist erschienen und kann hier durchgeblättert werden. Zu finden in dieser Ausgabe auch wieder ein Beitrag des Pirckheimers Wolfgang Grätz über den Sinn von Vorzugsausgaben (S. 134) und die Vorstellung einer solchen Vorzugsausgabe des Mitglieds Roland Berger, gedruck von Marc Berger (S. 136). 

Mosaik in einer Dauerausstellung in Leipzig

Im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig wurde am 7. Dezember eine Dauerausstellung zum Mosaik eröffnet. Dig, Dag und Digedag erlebten in diesem Comic Reisen in die Römerzeit, mit Piraten in die Südsee oder in den Weltraum und vermitteln dabei nebenbei Geschichte, naturwissenschaftliche Zusammenhänge und technische Entwicklungen. In insgesamt 223 Heften von Hannes Hegen (Johannes Hegenbarth) verantworteten und gestalteten Heften erlebten die Digedags aufregende Abenteuergeschichten.

Die Ausstellung legt aber auch Wert auf die Feststellung, dass das Mosaik "ihre jungen und erwachsenen Leser aus der engen Welt der SED-Diktatur ... entführte" und "beleuchtet ... die andauernde Auseinandersetzung mit dem Verlag und der von der SED kontrollierten Presselandschaft."
"Und ich habe in den 50ern und 60ern Matchbox und Plastikindianer gegen das Mosaik getauscht - gut heute zu erfahren, dass ich damit der engen Welt einer Diktatur entfloh." (ad)

Vor 14 Tagen wurde dazu hier die Neuauflage von Bernd Lindners "Die drei Leben des Zeichners JoHANNES HEGENbarth" vorgestellt. Darüber hinaus wird in Kürze ein Pirckheimer, Sammler und ebenfalls ausgewiesener Kenner des legendären DDR-Comics diese Ausstellung besuchen und hier seine Einschätzung veröffentlichen.

Zweiter Druck der Paradisischen Dialoge

Unter dem Titel »FISCHDIEBE« ist der zweite Druck der Reihe »PARADIESISCHE DIALOGE« ist erschienen, herausgegeben von Michael Hametner für den Leipziger Bibliophilen-Abend e.V. im Jahr 2017. Er enthält Texte von Anja Kampmann als Erstveröffentlichungen und fünf Radierungen von Frank Berendt.

Der Titel wurde gedruckt im Künstlerhaus Hohenossig durch Jeanette & Reinhard Rössler auf Hahnemühle Bütten Alt Worms 230 g. Die Gesamtgestaltung und den Satz in der LL Brown sowie Taller führte Glenn Vincent Kraft, Kraft plus Wiechmann, Berlin aus.
Die Auflage besteht aus 99 arabisch nummerierten Exemplaren, davon erscheinen die Nummern 1–30 als Vorzugsausgabe in einem Schuber, denen eine zusätzliche Radierung von Frank Berendt beiliegt. Sämtliche Bücher sind von Anja Kampmann und Frank Berendt signiert.

Das Buch ist im November 2017 erschienen, es sind noch wenige Subskriptionsplätze frei, bei Interesse bitte Kontakt über Thomas Glöß aufnehmen.

Do, 07.12.2017

Was machen die Berlin/Brandenburger Pirckheimer 2018?

Heute fand der letzte Abend der Berlin/Brandenburger Pirckheimer in diesem Jahr statt, traditionsgemäß in der Büchergilde-Buchhandlung unseres Mitglieds Johanna Binger.
Und, wie es Tradition ist, stellte der Berliner Vorstand das Jahresprogramm 2018 für diese Regionalgruppe vor, welches ab sofort auch unter Veranstaltungen eingesehen werden kann. Gäste sind auf den Veranstaltungen immer willkommen! 
Im Anschluss an die Ausführungen des Vorsitzenden der Regionalgruppe Rüdiger Schütz zum vergangenen Jahr, die Zeit wurde langsam knapp, stellten dann einige Mitglieder Neuerwerbungen des Jahres 2017 vor - näheres dazu wird im ersten Heft der MARGINALIEN 2018 nachzulesen sein.

Di, 05.12.2017

Holzschnitt auf dem Titelblatt: Ulrich Tarlatt - am weltenbaum

Common Sense 2017

Der 29. Almanach erscheint in wenigen Tagen - der Vorletzte!

Ulrike Erber-Bader bezeichnete schon vor Jahren COMMON SENSE als den wichtigsten gegenwärtigen Künstleralmanach im deutschsprachigen Raum.

Der Almanach 2017 es ist mit 31. Beteiligten wieder ein opulentes Buch geworden, 40 grafiken .. alle beiträge sind signiert, siehe hier.

"sogottwill wird es auch noch das 30. buch im nächsten jahr geben
doch dann beende ich das projekt
eine menge arbeit steckt in jedem jahrgang
aber auch großes vergnügen
488 beteiligte bislang - viele waren mehrmals dabei
ich durfte sie kennenlernen
freundschaftliche beziehungen sind gewachsen
nur so konnten die bücher entstehen
dies spiegeln sie so hoffe ich auch wider"

(ulrich tarlatt)

Mo, 04.12.2017

Elmar Faber 2015, Foto © Ralf Parkner

Elmar Faber (1934 - 2017)

Heute erreichte uns die Nachricht über einen schweren Verlust für alle Freunde des guten Buches - Elmar Faber ist tot. Er starb nach schwerer Krankheit, 83jährig, am 3. Dezember.

1934 in Deesbach im Thüringer Wald geboren, begann Elmar Faber nach einem Studium der Germanistik an der Universität Leipzig seine berufliche Laufbahn als Lektor und Verlagsassistent am Bibliographischen Institut Leipzig, später übernahm er die Leitung der Edition Leipzig, den Aufbau-Verlag und Rütten & Loening, gründete nach dem Ende der DDR den Aufbau Taschenbuch Verlag und, was sich als Glücksfall für das gute Buch herausstellte, den renommierten, leider inzwischen erloschenen Verlag Faber & Faber Leipzig. In dem Metier der Buchproduktion fühlte sich das langjährige Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft Verloren im Paradies! (So der Titel seiner Autobiografie).
Uns bescherte das hervorragend gemachte Bücher und folgerichtig sagte Elmar Faber aufgrund seiner Arbeit als Verleger und seines Wirkens als Mitglied unserer Gesellschaft "dem Buch eine grandiose Zukunft voraus“.

Ein Credo, welches allen Pirckheimern als Vermächtnis und Verpflichtung bleibt.

Die Trauerfeier wird am 19. Dezember um 13 Uhr in der Hauptkapelle des Leipziger Südfriedhofes stattfinden. Die Rede hält Christoph Hein.

Sa, 02.12.2017

Hans Eckardt Wenzel - Tubarium

Schwarzdruck hat - endlich mal wieder! - einen neuen Handpressendruck herausgebracht. Das "Tubarium" entstand anläßlich des Renteneintritts es Freundes von Schwarzdruck und Tubisten Georg Schwark. Der spielte nicht nur im Rundfunksinfonieorchester Berlin die Tuba, sondern auch in der Band von Hans Eckardt Wenzel. Dieser Poet und Tausendsassa hat (quasi nebenbei!) im Lauf vieler Jahre immer wieder Texte über die Tuba und Tubisten geschrieben und damit vermutlich das weltweit umfangreichste und vielschcihtigste poetische Werk zu diesem Thema geschaffen. Nun endlich sind diese Texte auch in gedruckter Form für die Ewigkeit zu haben! 

Wenzel, Hans Eckardt, Tubarium
Edition Schwarzdruck 2017
Zweifarbiger Buchdruck von Blei, Holz und Nyloprintplatten in schwarz und reichbleichgold auf 140g Poensgen&Heyer-Werkdruck. 14 Blätter, teilweise zum Ausklappen, mit vier Buchschrauben in einem schwarzen , zweifarbig (gold und silber) bedruckten Umschlag geheftet. Beiliegend eine eigens dafür produzierte exklusive CD mit historischen Aufnahmen von Tubamusik und ein dazu gehöriges Notenheft. Einmalig Aufl. 200 Exemplare, davon 100 arabisch nummerierten Exemplare für den Verkauf, 96,00 €

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(Oktober) Roland R. Berger, Edition Linksrum, Hohen Neuendorf, Linolschnitt

Widerdruck 2018: Karl Marx

Seit 1996 organisiert Schwarzdruck den Widerdruck-Kalender. Es werden befreundete Handpressendrucker aus ganz Deutschland, Holland und der Schweiz eingeladen, ein Blatt zu einem jährlich neuen Thema zu stiften. Bedingung ist die Verwendung von mindestens einem Buchstaben - es soll schließlich kein Grafikkalender werden. Dr Handpressenkalender wird in einer Auflage von 75 Exemplaren gedruckt, von denen höchstens 20 Exemplare in den Verkauf kommt. Im schlanken Hochformat von 21x58cm ist das extra (buch)gedruckte Kalendarium zwischen die Blätter in die Wire-O-Ringheftung eingeheftet worden, so daß die Blätter später auch in voller Schönheit ohne Kalendarium gerahmt werden könnten.

2018: Karl Marx wird 200 und soll gesagt haben: "Freiheit ist ein Luxus, den sich nicht jedermann leisten kann". So wirds gelegentlich im Internet behauptet, ohne jemals eine anständige Quellenangabe gemacht zu haben. Aber selbst wenn Marx das so nicht geschrieben haben sollte, so wäre es doch eindeutig in seinem Sinne und könnte zumindest von ihm sein. Das "mann" haben wir natürlich politisch korrekt gestrichen und Druckerinnen und Drucker gebeten, was draus zu machen. Die Kollegen haben geschuftet und unter und (meistens) im Hochdruck diese wunderbare Ausgabe des Widerdruck-Klaenders geschaffen, von denen nur noch wenige ausschließlich hier im Shop zu haben sind. 13 Blätter (ein Vorspann- und 12 Monatsblätter) plus Titelblatt.

Beteiligt waren diesmal: Carpe Plumbum, Annegret Frauenlob, gleich zweimal die Stichting Grotesque (Amsterdam) mit Anna Houwen, die Harrisfeldwegpresse, die Edition Linksrum (Roland R. Berger), die Rehlensche Handpresse, Jürgen Meyer Jurkowski, die Officin Albis, Birgit Reichert von der Sonnenbergpresse, die Vogelpresse München, Daniel Kunz aus Basel, die offizin Parnassia aus Vättis in der Schweiz und natürlich auch die Edition Schwarzdruck (Marc Berger).

Fr, 01.12.2017

Exlibris des Monats: Elisabeth Fossel

Die Deutsche Exlibris-Gesellschaft stellt das Exlibris des Monats Dezember 2017 vor: Elisabeth Fossel, Universal-PF, Radierung, um 1933

"Gut 100 Kilometer liegt Liezen, der Geburtsort von Maria Elisabeth Fossel (1880–1965), von Graz, ihrem Lebens- und Sterbeort, entfernt. Abgesehen von einem längeren Aufenthalt in München, wo sie die Radierschule Johann Brockhoff und die Frauenakademie besuchte, spielte sich ihr gesamtes Leben in ihrer steirischen Heimat ab. Wie so viele Künstlerinnen ihrer Zeit widmete sie sich (gemäß den damaligen Rollenzuschreibungen wahrscheinlich notgedrungen) den kleineren grafischen Formen [...]

Die drei Männer, die auf ihrer Weihnachtskarte durch die winterlich verschneiten steirischen Berge stapfen, sind da weitere Lebenswege, etliche tausend Kilometer sind sie wohl, gegangen, um an ihr Ziel zu gelangen. Es ist tiefe Nacht, aber die Sterne, deren Licht vom weißen Schnee reflektiert wird, strahlen so hell, dass jede Einzelheit der eigentümlichen Erscheinung der nächtlichen Wanderer im Detail sichtbar [...]

Martha Elisabeth Fossel hat mit ihrem Anfang der 30er Jahre des 20. Jahrhunderts entstandenen Universal-PF zu Weihnachten den Betrachterinnen und Betrachtern ihrer kleinen Radierung wahrscheinlich dieselbe Zuversicht wünschen wollen: dass wir auch im Trubel und Stress der Vorbereitung des Weihnachtsfestes gelassen und voller Vertrauen unseren Weg gehen, und dass wir auch dem Neuen Jahr mit derselben Zuversicht und Hoffnung begegnen.

Wir alle, ob wir nun fremd hier sind oder zuhause."

(Ulrike Ladnar)

Do, 30.11.2017

Thomas Hornemann „Jedes Bild hat die Couch, die es verdient“

Jedes Bild hat die Couch, die es verdient

Wie bereits im letzten Jahr findet die Jahresausstellung der Tabor Presse Berlin wieder im SCHAU FENSTER statt. Neben den eigenen Editionen des Jahres 2017 von 15 Künstlern der eigenen Werksatatt (Thomas Hornemann, Christian Awe, Jim Avignon, Gerd Rohling, Daniel M. Thurau, Jan Brokof, Fritz Bornstück, Daniel Richter, Philip Grözinger, Ayman Baalbaki, Frank Badur, Reinhard Stangl, Damien Deroubaix, Pius Fox und Strawalde), Studien, Skizzen und Varianten zu einzelnen Kalender-und Editionsblättern, ebenso natürlich den kompletten Original-Grafikalender 2018 werden auch zahlreiche andere neue Grafiken gezeigt.

Zudem werden neue Grafiken aus dem arty shop gezeigt: Jim Avignon, Ivan Beslic, Dave the Chimp, Brad Downey & Nathan Menglesis, Philip Grözinger, PlusMinus3, Stohead, Various & Gould und Heiko Zahlmann

Ausstellungseröffnung: 15. Dezember 2017, 19 Uhr
musikalische Unterhaltung Johannes Marx (live)
Ausstellung: 15. Dezember 2017 - 2. Januar 2018

SCHAU FENSTER | Lobeckstraße 30-35 | 10969 Berlin

nähere Angaben hier.

Mi, 29.11.2017

in memoriam horst hussel

Vor 5 Jahren fand im Kunstkeller Annaberg eine Ausstellung mit Druckgrafik, Gouachen, Zeichnungen und Künstlerbüchern von Horst Hussel statt. Jetzt, 11 Tage nach seinem Tod am 18. November, halte ich den Katalog "Zeichnungen und Collagen 2009 - 2012" zu dieser Exposition in den Händen - danke! (Eine persönliche Anmerkung: ich bin nicht böse, lieber Jörg Seifert, ein signiertes Exemplar erhalten zu haben!)

Dieser Katalog mit 19 großformatigen Abbildunge und einer Korrespondenz (von Ваша П. Петровна) ruft noch einmal die von Hussel illustrierten Bücher, die das Leben eines jeden Buchliebhaber begleiteten, die Editionen der Dronte Presse und die intime Lesungen seiner skurilen Geschichten in Erinnerung.

Der in einer Auflage von 500 Exemplaren erschinene Katalog, der in einer auf 30 Exemplare limitierten Sonderausgabe eine numerierten und signierte Druckgraphik beigelegt war, darf in keiner Hussel-Sammlung fehlen, ob er alllerdings noch beim Herausgeber, dem Kunstkeller Annerberg, zu erwerben ist, müsste dort nachgefragt werden.

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Alles Glück dieser Erde

Vor 3 Wochen erschien in der Corvinus-Presse von Hendrick Liersch der Gedichtband von Gerd Adloff mit Abbildung von 11 Kaltnadelradierungen von Klaus Zylla in japanische Bindung und einer Auflage von 180 vom Autor signierten Exemplaren (20 €). Gleichzeitig erschien eine Vorzugsausgabe mit mit 4 Radierungen im Buch und einer lose beiliegenden von Klaus Zylla, gedruckt von Dieter Bela, in 22 numerierten und signierten Exemplare Handbindung von Stefan Cseh (300 €).
Leider verpasste ich die Buchpremiere, konnte mich aber heute davon überzeugen, wie sarkastisch und hintergründig der auf den ersten Blick kitschige Titel "Alles Glück dieser Erde" für die Gedichte von Adloff ist und wie kongenial dessen Gedanken ergänzt werden durch die Illustrationen von Zylla.

Gerd Adloff, 1952 geboren, arbeitete als Rotationsarbeiter, Buchverkäufer und Packer in einer Druckerei und studierte 1976 bis 1981 Germanistik an der Humboldt-Universität zu Berlin. Zahlreiche Lyrikveröffentlichungen seit 1990, in der Corvinuspresse erschien nach "Zwischen Geschichte und September" (2015) mit Illustrationen von Horst Hussel jetzt sein zweiter Gedichtband.

Von Klaus Zylla, 1953 geboren, u.a. 1977 - 1982 Arbeit und Studium an der Kunsthochschule Berlin-Weissensee, läuft derzeit eine Ausstellung der Kunstsammlung Lausitz im Schloß Senftenberg, die mit einer Lesung aus "Alles Glück dieser Erde" eröffnet wurde.

"Mit seiner phantastischen und skurrilen Figurenwelt kann der Maler und Grafiker Klaus Zylla als einer der Erben der Art Brut angesehen werden. Zylla war zunächst als Siebdrucker in der Werbung tätig. Die Kunsthochschule Berlin-Weißensee besuchte er im Abendstudium und beschäftigte sich parallel im Bereich des künstlerischen Siebdrucks. Seit etwa 1990 widmet er sich ausschließlich dem eigenen künstlerischen Schaffen."

Ausstellung: 15. November 2017 - 14. Januar 2018

Spreewald-Museum | Topfmarkt 12 | 03222 Lübbenau

Di, 28.11.2017

Aus dem Werkzyklus Huldigung an Hafez © 2016 Günther Uecker Kunstverlag

Poesie trifft Druckgraphik

Mit „Huldigung an Hafez“ präsentiert das Museum für Druckkunst einen 42-teiligen Werkzyklus von Günther Uecker aus dem Jahr 2015 zu der Lyrik des persischen Dichters Hafez. Der Künstler eröffnet damit Bildwelten, die zwischen europäischer und persischer Kultur wandeln und Texte auf eindrucksvolle Weise in Farben und Rhythmen übersetzen.

Günther Uecker (*1930) befasst sich neben seinen berühmten Nagel-Objekten seit den 1970er Jahren mit der Verwandlung von Texten in geschriebene Bilder. Vor allem Schriften aus außereuropäischen Ländern inspirieren ihn. Mit dem Werk des 1320 in Shiraz geborenen persischen Dichters und Mystikers Hafez beschäftigt er sich seit mehreren Jahren.
Mit einer überraschend sinnlichen Präsenz „übersetzt“ Uecker die poetische Sprache der Verse von Hafez in insgesamt 42 druckgrafische Arbeiten, bestehend aus fünf Prägedrucken, sechs Sanddrucken und 31 Siebdrucken. Vollständige Ghaselen aus Hafez‘ Divan auf Persisch und vom Künstler ausgewählte, handschriftlich Zitate auf Deutsch zieren die Blätter und unterstreichen das Hauptanliegen Ueckers, die persische und deutsche Kultur durch Kunst näherzubringen. Dabei werden Wörter zu Farben und ruhige Blätter wechseln sich mit dynamischen ab.

Die Schau beschließt ein Ausstellungsjahr, das mit „Tschichold in St. Gallen“ und „New Types. Drei Pioniere des hebräischen Grafikdesigns“ bereits sehr typografisch ausgerichtet war und mit Ueckers Zyklus nun auch die Kalligrafie präsentiert.  

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Ausstellung: 22. Oktober 2017 – 07. Januar 2018

Museum für Druckkunst Leipzig · Nonnenstraße 38 · 04229 Leipzig-Plagwitz

Mo, 27.11.2017

Tina Flau, Bergleben, 2017, Kaltnadelradierung, 25 x 16 cm

Jahresrückblick XVII

Holz- und Linolschnitte, Lithographien, Materialdrucke, Monotypien und Radierungen
von Henriette von Bodecker, Tina Flau, Carsten Gille, Eberhard Hartwig, Helga Höhne, Caroline Pinger, Gerhard Rommel, Matthias Schroller und Marion Stille

In der 103. Ausstellung des Druckgraphik-Atelier werden zum siebzehnten Mal druckgraphische Arbeiten von diesmal neun Künstler_innen nebeneinandergestellt, welche im vergangenen Jahr hier ihre Arbeiten präsentierten. Sie vertreten mit ihren Intentionen sowie ihrer Arbeitsweise verschiedene Positionen.
Gegenständlich-figurative Formulierungen stehen in spannungsreichem Kontrast zu stark abstrahierenden Auffassungen. Die Spannbreite erstreckt sich thematisch unter anderem von landschaftlichen Motiven, Figuren bis zu minimalistischen zeichenhaften Elementarformen im spielerischen Zueinander.
Es entsteht eine klangvolle Korrespondenz zwischen den einzelnen Werken sowie auch der Werkstatt-Atmosphäre mit den Druckmaschinen und Werkzeugen. Zu sehen sind schwarz-weiße sowie mehrfarbige Arbeiten in sensiblen Abstufungen, die Formate reichen von zirka 10 x 15 cm bis ca. 80 x 60 cm.

Eröffnung: 9. Dezember 2017, 17-20 Uhr, fast alle Künstler werden anwesend
Musik: Juri Tarasenok, Bayan
Ausstellung: 9. Dezember 2017 – 30. Januar 2018

Druckgraphik-Atelier
Dietrich-Bonhoeffer-Str. 3, 10407 Berlin