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Harald Kretzschmar

Pirckheimer-Blog

Harald Kretzschmar

Di, 02.01.2018

Harald Kretzschmar, Abb. aus »Stets erlebe ich das Falsche«, Quintus-Verlag 2017

Viele Beulen am Helm

[ ...] In seinem neuen Buch sagt der inzwischen 86jährige Harald Kretzschmar, [...] tatsächlich alles anders, als es dem Mainstream genehm ist, und bringt es so auch mit dem Filzstift aufs Papier. »Stets erlebe ich das Falsche. Der alternative Künstlerreport« ist der Titel. [...]
Kaum ein Karikaturist war und ist so eng mit den Entwicklungen seines Faches im Osten Deutschlands verbunden. Kretzschmar war nicht nur Lieferant frischer Einfälle, sondern vor allem Förderer neuer Talente; meist nahm er sich selbst zurück. Die Grundfrage, ob nach der »Wende« auch für den Bereich der Karikatur eine »Neubewertung« notwendig sei, wird im Buch eindeutig verneint. Bis in die Gegenwart dominieren Vorurteile, Unwissenheit, Verblendung und Ignoranz gegenüber Künstlern aus der DDR. Dass die Karikaturisten mit kritisch-politischem und künstlerischem Anspruch arbeiteten, also selbstverständlich auch Künstler waren (und sind, soweit sie noch leben), dass sie sich oft gegen Widerstände durchzusetzen hatten und dennoch bei ihrer Haltung blieben, spielt heute keine Rolle mehr. Das geistige Klima, das die Jahre nach 1989 prägte, in manchen Fällen zu blindem Hass gesteigert, ist noch nicht überwunden. Kretzschmars Karikaturen fand man auch auf dem Müll des ausgeräumten Kulturhauses Potsdam-Babelsberg. »Vereinigen durch Ausgrenzen, wie geht das?« fragt er. Und schreibt dagegen an, verbeißt sich nicht, bleibt bei den Tatsachen: »Wie vieles habe ich anders erlebt, als heute … publi­zierte Erlebnisberichte suggerieren wollen.«
[...] Das Buch vermittelt eine Sicht von innen auf die nationale und internationale Karikaturistenszene und andere Kunstbereiche. Kretzschmar erlebte in sieben Jahrzehnten das Richtige, das heute als falsch verdammt wird. »Gibt es in unserer Erinnerungskultur nur blankgeputzte positive oder trübe verfinsterte negative Biografien?« fragt er an einer Stelle: »Dürfen sie vielgestaltig widersprüchlich sein?« Und konstatiert später: »Ich habe viele Beulen am Helm, und nicht alle stammen vom Klassenfeind.« [...]
Kretzschmar ist ein Insider par excellence. Neben seinem Zeichentisch steht heute noch die Staffelei von George Grosz und Carl Stutzkopf. Sein Buch kann der historischen Wahrheit auf die Sprünge helfen.
(Peter Michel, Junge Welt, 2. Januar 2018, S. 11)

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Do, 28.12.2017

PF 2018

Harald Kretzschmar wünscht alles Gute für 2018

Fr, 15.12.2017

Stets erlebe ich das Falsche

Im Quintus-Verlag erschien der alternative Künstlerreport des "frechen Zeichenstifts". Harald Kretzschmar, der prominente Zeichner des Eulenspiegel Satiremagazins, präsentiert seinen alternativen Künstlerreport:

Ein zeitlebens kritischer Zeichner nimmt hier Abstand zum Erlebten, indem er noch einmal mitten hinein taucht. Harald Kretzschmar schreibt und zeichnet heute auf, was er in der Begegnung mit namhaften, ihm nahen Künstlern erlebte.

Früh von Josef Hegenbarth, Albert Schaefer-Ast, Otto Griebel und Elisabeth Voigt beeinflusst, wuchs er an der Seite von Leo Haas und Carl Sturtzkopf, Henry Büttner und Heinz Behling, Karl Schrader und Manfred Bofinger in das publizistische Milieu der Zeitschrift Eulenspiegel hinein und prägte es mit. 

"Stets erlebe ich das Falsche" bietet ein Kaleidoskop der deutschen Kunst- und Karikaturszene, darunter: Herbert Sandberg, John Heartfield, Wolfgang Mattheuer, Willi Sitte, Werner Tübke, Bernhard Heisig, Arno Mohr, Werner Klemke, Hannes Hegen, Tomi Ungerer, Erich Ohser, Loriot, F. W. Bernstein, Gerhard Haderer, Barbara Henniger und und und. All diese Namen werden in Kretzschmars neuem Buch mit pointierten biografischen Essays in Erinnerung gebracht. Immer wieder begleiteten kuriose Begebenheiten den Weg des Verfassers. Wenn sogar Walter Ulbricht und Erich Honecker von Widersachern wie Gisela May und Wolf Biermann eingeführt werden, ist endgültig klar: Dieses Buch ist ein absolutes Muss für alle Liebhaber von Satire und Humor.

Kretzschmar, Harald: Stets erlebe ich das Falsche
Der alternative Künstlerreport
240 Seiten, 61 Abbildungen
Hardcover, Fadenheftung, Format: 18,5 x 23,0 cm
ISBN: 978-3-947215-03-4
€ 20,00

Eine Anmerkung für Mitglieder der Pirckheimer-Gesellschaft:
Dieses Buch wird sicher die kulturelle Identität vieler Pirckheimer ansprechen. Deshalb wird diesmal die geplante Jahresgabe 2018 vorab bekannt gegeben: eine Teilauflage dieses Titels ist als Jahresgabe 2018 vorgesehen!

Di, 31.10.2017

Screenshot von ND online mit der Abb. Erich Kissing: »Leipziger am Meer«, 1975 – 1979 zum Artikel von Harald Kretzschmar

Werden wir nachdenklich?

Unter dieser Überschrift erscheint morgen ein Beitrag des Pirckheimers Harald Kretzschmar im ND zur Ausstellung »Hinter der Maske. Künstler in der DDR« im Museum Barberini in Potsdam, welche bis zum Februar zu sehen sein wird und die niemand, ob er mit der Bildenden Kunst der DDR vertraut ist oder sie nur aus Reflektion aus bundesdeutscher Sicht nach 1990 kennt, verpassen sollte. Vor allem Skeptiker am Kunstgeschehen der DDR haben viel zu entdecken, wie Harald Kretzschmar andeutet:

"Das Verwunderlichste: Reihenweise hängen da Bilder, die sowohl Selbstbewusstsein wie auch Zweifel ausdrücken. Dienst an der Kunst nach Vorschrift - so hieß es doch immer. Und nun dies? In welcher Bildecke taucht denn nun der gebietende Staat auf? Ach so, der bestand auf der Erkennbarkeit der Welt. Wieso dann aber diese Ausflüge ins Abstrakte, ins Nackte, ins Vertrackte? Kunstbonzen als Malerfürsten sind wohl doch eine Legende. Sparen wir uns ihre Namen. Es gibt genug andere. Paul Michaelis, Siegfried Klotz, Norbert Wagenbrett, Thomas Ziegler oder Dieter Weidenbach produzieren ihr Selbstbild sehr verschieden. Hans Grundig, Bert Heller, Elisabeth Voigt oder Rudolf Nehmer stehen fürs Archaische. Stefan Plenkers, Hartwig Ebersbach, Frieder Heinze oder Gerda Lepke für Aufbruch. Alternativ darf Strawalde die beiden Peterfreunde Graf und Hermann begleiten."

Der Artikel kann hier ausfgerufen werden.

Ausstellung: 29. Oktober 2017 - 4. Februar 2018

Museum Barberini, Humboldtstraße 5-6, Potsdam

Fr, 05.05.2017

Ein Illustrator und Gebrauchsgraphiker aus Leidenschaft

Heute wurde in der "Hellen Panke" eine Ausstellung mit Holzstichen, Illustrationen und weiteren Graphiken, Theaterplakaten, Briefmarken und Schallplattenhüllen von Werner Klemke eröffnet. Die Exponate stammen aus Sammlungen von Andre Eckardt, Hans Hübner und dem Pirckheimer Roland Berger. Die Ausstellung enthält auch zwei Informationstafeln zum Film "Treffpunkt Erasmus" von Annet Betsalel, der dort am 28. Juni gezeigt wird.
Die Laudatio (die zentralen Worte waren "Leidenschaft" und "Lust") stammte aus der Feder von Herbert Kretzschmar, der leider seine Teilnahme aus gesundheitlichen Gründen absagen musste und die Vernissage wurde durch Musik von Frank-Paul Schubert am Saxophon begleitet.
Die Pirckheimer-Gesellschaft war ständig präsent, sowohl in den Begrüßungsworten und der Laudatio, wie auch persönlich durch viele ihrer Mitglieder.
Einige Fotos von der Vernissage, aufgenommen von Abel Doering, können hier betrachtet werden.


Ausstellung: 4. Mai - 1. September 2017

Helle Panke
Kopenhagener Str. 9, 10437 Berlin

Mi, 05.04.2017

Werner Klemke zum 100. Geburtstag

Die "Helle Panke" und die Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin zeigt aus Anlass des 100sten Geburtstages von Werner Klemke die Ausstellung "Ein Illustrator und Gebrauchsgrafiker aus Leidenschaft" mit Arbeiten aus den Privatsammlungen von Annet Betsalel, Andre Eckardt, Hans Hübner und Prof. Roland R. Berger.
Am Mittwoch, den 28. Juni 2017 wird der Dokumentarfilm von Annet Betsalel "Treffpunkt Erasmus – Die Kriegsjahre von Werner Klemke" gezeigt. Anschließend Diskussion mit der Filmemacherin Annet Betsalel (Niederlande).

Vernissage: 4. Mai 2017, 19:00 bis 21:00 Uhr, Laudatio: Harald Kretzschmar
Musik: Frank-Paul Schubert (Saxophon)
Ausstellung: 4. Mai - 1. September 2017

Kopenhagener Str. 9, 10437 Berlin

So, 12.03.2017

Vernissage in Brandenburg an der Havel

Aus Anlass des 100. Geburtstages von Werner Klemke wurde in Brandenburg in der Kindergalerie Sonnensegel eine Ausstellung mit einer Auswahl des Künstlers und von Arbeiten der Teilnehmer des Projekts "Klemke 100" eröffnet.
Die Worte zur Eröffnung der von Armin Schubert organisierten Ausstellung sprach Harald Kretzschmar. Jutta Osterhof und Matthias Haberzettl vertraten die Pirckheimer-Gesellschaft.
Durch Klick auf die nebenstehende Abb. erhält man einen kleinen Eindruck von der Vernissage, zur Verfügung gestellt von Armin Schubert.


Ausstellung: 11. März - 7. Juli 2017

Galerie "Sonnensegel" e.V.
Gotthardtkirchplatz 4/5, 14770 Brandenburg an der Havel

Do, 02.06.2016

Wilhelm Fraenger (1890-1964)

Am 5. Juni 2016 feiert die Wilhelm-Fraenger-Gesellschaft e.V. den Geburtstag von Wilhelm Fraenger und hat aus diesem Anlass den Pirckheimer, Kleinmachnower Autor und satirischen Zeichner Harald Kretzschmar (der am 23. Mai 2016 fünfundachtzig Jahre alt geworden ist) eingeladen, im Gespräch mit Astrid Vehstedt über sein Leben und seine Arbeiten zu reden und aus seinen Büchern TREFF DER ORIGINALE und PARADIES DER BEGEGNUNGEN (Faber & Faber) zu lesen.
Andreas Frye (Gitarre und Gesang) und Timofey Sattarow (Akkordeon) begleiten den Nachmittag mit Liedern von Brecht/Weill, Udo Lindenberg u.a.

Lesung: 5. Juni 2016, 15 Uhr

Fraenger-Haus
Tschaikowskiweg 4, 14480 Potsdam

Di, 14.07.2015

Marginalien 218

Eigentlich sollten es schon vor einem Monat bei den Abonnenten sein - jetzt dürfte das neueste Heft der Marginalien jedoch überall im Briefkasten vorliegen.
Es häuften sich allerdings wieder die nicht zustellbaren Sendungen, weshalb alle Empfänger gebeten werden, eventuelle Adressänderungen mitzuteilen. Aber auch bei mir ist das Heft trotz korrektem Adressaufkleber noch nicht eingetroffen, mitunter ist also Geduld gefragt.
Der Inhalt des aktuellen Heftes erfüllt wieder alle Erwartungen: Irmgard Heidler gibt Aus Anlass des 50. Todestages von F.H. Ehmcke ausführliche Einblicke in die Zusammenarbeit und Entwicklung von Strukturen, Harald Kretzschmar berichtet über Eduard Fuchs - Lichtbringer und Schattenmann und Robert Wolf referiert über Die Radierungen des Malers Hans Vent. Sehr interessant auch der Kommentar von Ralf Parkner zu einem Briefwechsel zwischen Karl-Heinz Jacobs und Erwin Strittmatter - Dieser Briefwechsel ist den Marginalien als typographische Beilage (Weidemann Book) beigegeben.

Mi, 20.05.2015

Premiere "Treffpunkt Erasmus"

Bei der Premiere des anlässlich der Jüdischen Filmwoche im Berliner Kino BABYLON vorgeführten Dokumentarfilms "TREFFPUNKT ERASMUS" von Annet Betsalel, der Nachkommin einer Holocaust-Überlebenden, über die Widerstandsarbeit des Grafikers, Illustrator und Gründungsmitglieds der Pirckheimer-Gesellschaft Werner Klemke als Soldat im besetzten Holland, fanden sich auch viele Pirckheimer ein.
Weitere Fotos im Facebook-Album des Pirckheimers Ralf Parkner.
Annet Betsalel | Klaus Höpcke
Christel und Roland Berger | Harald Kretzschmar
Ralf Parkner | Ronald Paris, Matthias Gubig
Matthias Haberzettl
Fotos: Ralf und Dagmar Parkner

Mi, 31.12.2014

Sa, 23.08.2014

Werner Klemke zum 20sten Todestag

Am 26. August 1994 verstarb das Gründungsmitglied der Pirckheimer-Gesellschaft Werner Klemke. Dieser Perrsönlichkeit widmen sich einige Beiträge, so u.a. vom Pirckheimer Harald Kretzschmar und dem Berliner Drucker Martin Z. Schröder.
 
Der Artikel von Harald Kretzschmar in der Wochenendausgabe des Neuen Deutschland unter der Überschrift Die Haltung des Zeichners widmet sich der Frage: Was zum frühen Werner Klemke dringend zu erinnern ist. Kretzschmar schildert die späte Erinnerung an die antifaschistische Vergangenheit von Werner Klemke. "Früh krümmt sich, was ein Häkchen werden will - dieser Sinnspruch ist recht vielseitig zu deuten. Wer dazu neigt, krumme Sachen zu machen, übt sich darin beizeiten, das ist eine mögliche Bedeutung. Die Generation des 1917 geborenen Berliner Zeichners Werner Klemke war auf fatale Weise dieser Verführung ausgesetzt. Mit Beginn des Zweiten Weltkrieges 1939 wurde sie schwerbewaffnet ausgesandt, in ...".

Martin Z. Schröder stellt seinen Artikel in der Süddeutschen Zeitung vom 22. August unter die Überschrift: Ein Held aus dem Antiquariat und untertitelt: Werner Klemke war der große DDR-Grafiker. Zuvor nutzte er seine Kunst, um Leben zu retten.
Er würdigt ausführlich die Bedeutung Klemkes in der Graphikszene der DDR und darüber hinaus: "Werner Klemke? Sein Ruhm schwappte kaum über die innerdeutsche Grenze. Wer heute von der Buchkultur in der DDR schwärmt, meint ... auch (die) nicht eben wenigen illustrierten Werke, die Kinderbücher, die schönen Klassikerausgaben. Und dann ist man auch schon bei Werner Klemke, dem ostdeutschen Großmeister des Buchentwurfs. ... Er beherrschte alle gebrauchsgrafischen Techniken - vom Holzstich bis zur Kreidezeichnung. Er arbeitete für den Trickfilm und die Presse, gestaltete Prospekte, malte Plakate, kalligrafierte, entwarf Bühnenbilder und Kostüme, Abziehbilder und Briefmarken, schuf Bleiverglasungen, Exlibris, Filmprogramme, Glasuntersetzer, Hausfassaden, Schallplattenhüllen, Postkarten, Signete, Wandschmuck, Glückwunschkarten - und vor allem Bücher. Über 800 Bücher. ...
Und Werner Klemke beeinflusste als Professor an der Berliner Kunsthochschule in Weißensee die Bildsprache dieses Landes. Dieser in der Buchgeschichte einmalig schaffende Künstler war wegen seiner über 35 Jahre lang stets mit einem kleinen Kater versehenen Titelzeichnungen der Zeitschrift Das Magazin so bekannt und beliebt, dass er sogar mit dem für seine Schlagfertigkeit und gefährlichen politischen Spitzen populären Conferencier 0. F. Weidling 1982 eine ganze Femsehshow mit unterhaltsamem Gespräch über Gebrauchsgrafik ausfüllen konnte.
" Im Folgenden geht Martin Z. Schröder wie auch Harald Kretzschmar auf die lange Zeit unbekannt gebliebene Kriegsgeschichte Klemkes in Nordholland ein: "Unter Fotos und Dokumenten aus der Besatzungszeit fand sich (2011) ein Aufsatz ..., der über deutschen Soldaten berichtet: Johannes Gerhardt und Werner Klemke." Es stellte sich heraus, "dass Klemke durch Fälschung von Dokumenten nicht-jüdische Abstammungen erfunden und somit Deportationen verhindert sowie zweimal versucht hatte zu desertieren. ... Offenbar stellte den Kontakt ein zweiter Soldat her, der Fotograf Johannes Gerhardt, der mit Klemke bei der Luftabwehr diente und den Mels de Jong im Antiquariat „Erasmus" in Amsterdam kennengelernt hatte. Diese Buchhandlung war von Abraham Horodisch, einem promovierten Wirtschaftswissenschaftler, bedeutenden Verleger, Büchersammler und Handpressendrucker, nach seiner Flucht aus Berlin im Juni 1933 gegründet worden. ... Die beiden jungen deutschen Soldaten, die so kühn die deutsche Mord- und Raublust verweigerten, sind nicht weniger Helden als die Offiziere des 20. Juli. Nur haben sie ihre Geschichte nie erzählt."

Ende des Jahres wird eine
Filmdokumentation von Annet Betsalel zu diesem Lebensabschnitt von Werner Klemke fertiggestellt sein, unterstützt auch von der Pirckheimer-Gesellschaft.

Do, 03.07.2014

60 Jahre Eulenspiegel Verlag

Lesung und Gespräch mit dem Meister der Porträtkarikatur und Eulenspiegel-Autor Harald Kretzschmar, bekannt für treffsichere Konterfeis und prägnante Kurzprosa anlässlich des 60. Jahrestags der Verlagsgründung

10. Juli 2014

HABBEMA – Bühne der Peter-Hacks-Gesellschaft
10405 Berlin
Mülhauser Straße 6 / Hofgebäude Ecke Prenzlauer Allee

So, 13.04.2014

Nordahl Griegs Bücher

- der Schriftsteller und der Antifaschist -

Hrsg.: Margarete Steffiin,
Odd Eidem, Henschel 1947
so ist eine Veranstaltung des Heimatvereins Kleinmachnow überschrieben, auf welcher Harald Kretzschmar mit einer Lesung von Passagen aus Büchern von Nordahl Grieg einen Vortrag über seine Bedeutung als Schriftsteller und als Antifaschist gerade in der heutigen Zeit verbinden wird. Der Seemann, der Patriot und der Deuter von Historie kommen zu Wort.
Neue Erkenntnisse lassen das tragische Schicksal des über dem Machnower See beim Absturz eines Bombenflugzeuges zu Tode gekommenen Autors in einem neuen Licht erscheinen.
Es geht um nichts weniger als den Nachweis, dass hier nicht nur ein auf den ersten Blick als Ultralinker erscheinender Dichter sozusagen für die norwegische Folklore steht, sondern wichtiger Teil einer kreativen antifaschistischen Einheitsfront der Intellektuellen in Europa war.
Auf diese Weise soll die Kenntnis über die Biografie dieses mit dem Gedenken an ihn schon oft geehrten Menschen vertieft werden - nicht ohne wichtige Schlussfolgerungen für die Gegenwart.

Lesung: Montag 14.April 2014, 19 Uhr

Heimatverein Kleinmachnow
Rathaussaal

So, 16.02.2014

Ralf Pakner

Harald Kretzschmar: Ralf Pakner, 2014