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Pirckheimer-Blog

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Sa, 20.01.2018

Buchkunst
Bucheinband und Buchdruck
Buchdesign und Buchgraphik, Fotos © Elke Rehder

Wie ein Buch gedruckt wird

Grafiker und Drucker in Buenos Aires 1936–1950

Die Stiftung Luis Seoane in A Coruña in Spanien veröffentlichte im November 2017 einen umfangreichen Ausstellungskatalog zum Thema Grafikdesign und Buchkunst in Buenos Aires. Die Pirckheimerin Elke Rehder hat David Carballal, den Kurator der Ausstellung, bei Recherchen unterstützt. Insbesondere ging es dabei um Material zu dem 1890 in Lemberg geborenen Kunstverleger Jakob Hermelin und der 1904 in Elberfeld geborenen Fotografin Grete Stern.
 
Jakob Hermelin gab 1924 in Ulm ein Jahrbuch mit dem Titel Situation 1924. Künstlerische und kulturelle Manifestationen heraus. Es enthält Beiträge über Max Beckmann, Rudolf Großmann, George Grosz, Willi Habl, Karl Hofer, Alfred Kubin, Karl Rössing, Edwin Scharf u. a. In Berlin betrieb Hermelin ab 1925 eine Kunsthandlung und organisierte Ausstellungen mit Werken von Lovis Corinth, Oskar Kokoschka und der Künstlergruppe Der Fels. In seinem Verlag erschienen Grafiken und Mappenwerke von Max Beckmann, Otakar Kubín, Willi Geiger, Boris Grigorjew, Friedrich Heubner, Karl Hofer, Georges Kars, Rolf Nesch, Max Pechstein u. a. Jakob Hermelin emigrierte im August 1936 nach Buenos Aires.

Grete Stern gründete um 1930 mit Ellen Rosenberg, die später Walter Auerbach heiratete, das Fotostudio ringl + pit für innovative Porträt- und Werbefotografie. Grete Stern fotografierte u. a. Karl Korsch, Bert Brecht und Helene Weigel. 1935 heiratete sie in London den Fotografen Horacio Coppola, der zuvor mit ihr am Bauhaus bei Walter Peterhans studierte. Beide emigrierten nach Argentinien, wo sie 1937 in Buenos Aires ein Fotostudio eröffneten. Dort trafen sich Schriftsteller wie Pablo Neruda und Jorge Luis Borges. Grete Stern starb 1999 und Horacio Coppola 2012 in Buenos Aires.

Die Kuratoren David Carballal und Silvia Longueira suchen Kontakt zu Institutionen in Deutschland, welche die Ausstellung oder Teile davon übernehmen möchten. Interessenten können sich gern an Elke Rehder wenden oder an David Carballal.

Karl-Georg Hirsch zum 80.

Zum 80. Geburtstag des Leipziger Künstlers Karl-Georg Hirsch präsentiert die Herzog August  Bibliothek Wolfenbüttel ab Februar die Ausstellung "... Friß die Reste des Vergessens", die sein künstlerisches Schaffen über Jahrzehnte  darstellt.

Hirsch gehört zu den bedeutendsten deutschen Holzschneidern der Gegenwart und hat insbesondere im Bereich des Holzstichs Herausragendes geleistet. Der emeritierte Professor der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig erhielt zahlreiche Auszeichnungen, u. a. 2011 den Gutenberg Preis der Stadt Leipzig.
Seine Buchillustrationen wurden in der DDR und von der Stiftung Buchkunst in der BRD mehrfach mit dem Titel "Schönstes Buch" ausgezeichnet.

Das Ausstellungsgut stammt vorwiegend aus der Sammlung Dr. Beate und Dr. Peter Labuhn (Stendal), das durch Material der Malerbuchsammlung der Bibliothek ergänzt wurde. Als Laudator in der Eröffnungsveranstaltung konnte Peter Gosse (Mitglied der Sächsischen Akademie der Künste) gewonnen werden.

Ausstellung: 2. Februar - 27. Mai 2018

Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel

Mo, 15.01.2018

Philosophische Untersuchungen, Ludwig Wittgenstein, 1936 – © Österreichische Nationalbibliothek

Nachlass Ludwig Wittgensteins ist Weltkulturerbe

Ludwig Wittgenstein (1889–1951) zählt heute zu den bedeutendsten und einflussreichsten Philosophen des 20. Jahrhunderts. Da er außer dem berühmten "Tractatus Logico-Philosophicus" zu Lebzeiten nichts publizierte, ist es sein rund 20.000 Seiten umfassender philosophischer Nachlass, der sein Gesamtwerk auf beeindruckende Weise dokumentiert.

Die Österreichische Nationalbibliothek besitzt einen wichtigen Teil dieses Nachlasses, darunter die Urfassung der "Philosophischen Untersuchungen" und zwei Originaltyposkripte des "Tractatus". Der größte Teil an Originalmanuskripten befindet sich heute im Trinity College (Cambridge), kleinere Teile auch in der Bodleian Library (Oxford), der McMaster University Library (Kanada) und dem Noord Hollands Archief (Niederlande). Alle genannten Institutionen haben den Nachlass gemeinsam für die Nominierung bei der UNESCO eingereicht.

Wertvolle Originale dieses Bestandes sind ab 22. März 2018 in der neuen Sonderausstellung "Berg, Wittgenstein, Zuckerkandl: Zentralfiguren der Wiener Moderne" im Literaturmuseum der Österreichischen Nationalbibliothek zu sehen.

Mi, 10.01.2018

Irene Wedell. Maria Sybilla Merian © Klingspor-Museum

Quantensprung

Naturwissenschaftliches im Künstlerbuch

Naturwissenschaft und Künstlerbuch – wie geht das zusammen? Sehr gut, wie die Ausstellung des Klingspor Museums beweist. Dazu sind entsprechende Werke aus dem Bestand ausgewählt. Sie zeigen auf, wie Künstler Aspekte der Naturwissenschaft aus ihrem Blickwinkel zu Gunsten visueller und inhaltlicher Aussagen zur Darstellung bringen. Es sind Bücher gänzlich eigener Art.

Biologie, Physik, Astronomie, Medizin, die Mathematik als naturwissenschaftliche Hilfswissenschaft aber auch fachübergreifende wissenschaftliche Themen - all dies findet seinen Niederschlag im Künstlerbuch. Nicht nur als Themenstellung finden naturwissenschaftliche Erkenntnisse ihren Eingang in die Buchkunst, auch künstlerische Konzepte bedienen sich ihrer: chemische Prozesse, die das Kunstwerk geplant verändern, z. B. durch dauerhafte Belichtung verschwinden lassen.

Die Exponate stammen alle aus dem reichhaltigen Fundus des Museums. Die Zusammenstellung der Ausstellung versteht sich exemplarisch. Sie zeigt beispielhaft die dem Künstlerbuch eigene Lesart auf, Sachverhalte in Augenschein zu nehmen und sie auszuloten auf den beiden Standbeinen des Wissen schaffenden Mediums Buch einer- und der visuell-gestalterischen Einlassung des Künstlerischen andererseits.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog

Eröffnung 15. März 2018, 19 Uhr
Ausstellung: 16. März – 20. Juni 2018

Klingspor-Museum
Herrnstr. 80 | 63065 Offenbach

Do, 04.01.2018

Foto © Constanze Kreiser

Die Sammlung Hartmann in Hannover

Kaum eine Kunstsammlung widmet sich so intensiv dem Zusammenhang zwischen Literatur und bildender Kunst wie die des Ehepaars Brigitte und Gerhard Hartmann aus Lindau am Bodensee. Seit über zehn Jahren bauen sie gezielt und mit großem Geschick eine neue, spezielle Sammlung auf, die handschriftliche Texte mit bildnerischen Arbeiten verknüpft. Zunächst werden Schriftsteller um handgeschriebene Blätter gebeten. Geeignete Künstler erhalten die Autografen mit der Aufforderung ausgehändigt, zu diesen Blättern korrespondierende Arbeiten herzustellen. 
Neben 1.500 Arbeiten auf Papier bilden die von den besten Buchbindern des Landes gestalteten Kassetten einen Schwerpunkt der Sammlung. Die Kassetten geben den unterschiedlichsten Materialien und Dokumenten, die bei der Produktion von Literatur und Kunst entstehen, ein Hort für Manuskripte, Druckstöcke, Keramiken, Briefe, Granitblöcke, Tanzschuhe, Bücher, Skizzen, Radierungen und vieles andere mehr. Jede Kassette ist so zugleich Schmuckstück, Schatzkästchen und sicheres Archiv für Dokumente von so unterschiedlichen Schriftstellern und bildenden Künstlern wie Norbert Beilharz, Brüder Grimm, Anne Büssow, Hans Georg Bulla, Georg Oswald Cott, Eugen Gomringer, Hermann Heintschel, Madeleine Heublein, Peter Marggraf, Klaus Olbert, Peter Piontek, Gisela Plümicke, Anne und Günther Rossipaul oder Kathrin Schmidt.

Die Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek zeigt in Kooperation mit der Vorarlberger Landesbibliothek eine Auswahl aus der Sammlung, ein besonderer Schwerpunkt liegt hierbei auf niedersächsischen Schriftstellern und Künstlern.

Ausstellung: verlängert bis zum 29. März 2018

Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek
Hannover, Waterloostr. 8

(Nach einer Information von Constanze Kreiser)

Mi, 03.01.2018

Come to Finland, © Heikki Athiala, 1950

Auf nach Finnland

Mit „Auf nach Finnland. Finnische Plakate seit 1853“ zeigt das Museum für Druckkunst Leipzig ab Ende Januar einen Querschnitt durch finnisches Grafikdesign der letzten 150 Jahre.

Rund 80 Plakate in druckgrafischer Meisterleistung spiegeln das Selbstverständnis eines Landes, das besonders für seine unberührte Natur bekannt ist. Die grafische Gestaltung übernahmen dabei Künstler aus Finnland, aber auch aus Deutschland, wie Adolf Bock, Alfred Mahlau und Wilhelm Hanken. Gestaltet im jeweiligen Stil der Zeit und gedruckt in Techniken der Farblithografie oder dem Offsetdruck laden die gezeigten Arbeiten der Ausstellung zu einer Reise in die Geschichte des Plakats und des finnischen Grafikdesigns ein. Leihgeber der Ausstellung ist der finnische Sammler Magnus Londen. Als er eines Tages durch Helsinki spazierte, sah er an einem Schaufenster ein Originalplakat aus den 1930er Jahren. Das Motiv: Eine Dame, die an einem Champagnerglas nippt, im Hintergrund die Stadt Helsinki. Dieses Plakat war Anstoß für ihn, finnische Reiseplakate zu sammeln. Ursprünglich nur als Buch geplant, ist seine Sammlung nun Grundstein für die Wanderausstellung „Come to Finland“.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Eröffnung: Freitag, 26. Januar 2018, 18 Uhr, Magnus Londen ist zur Eröffnung anwesend.
Ausstellung: 28. Januar - 15. April 2018

Museum für Druckkunst Leipzig · Nonnenstraße 38 · 04229 Leipzig-Plagwitz

Do, 28.12.2017

Hélene Habbot Bautista

Mitglieder der Pirckheimer-Gesellschaft können sich auf die graphische Beilage zum Heft 228 der Marginalien freuen, welche diesmal von der französischen Graphikerin Hélene Habbot Bautista geschaffen wurde.

Für das gerade erschienene Body & Soul 29 (Landscape with), welches 13 signierte Gedichte. 4 Originalzeichnungen / Aquarelle. eine Radierung. 11 mehrfarbige Druckgraphiken und 6 einfarbige Graphiken, sowie eine Collage enthält, gestaltete Hélene Habbot Bautista die Titelgraphik (Abb. oben). Nach derzeitigem Stand sind noch 2 Exemplare bei der Corvinus Presse zu haben.

Mitte Januar gibt es dann in Halle eine Buchpremiere des Titels von Andreas Montag "Paradies" (Abb. unten) in der Ausstellungseröffnung von Hélene Habbot Bautista mit Lesung des Autors.

Vernissage mit Lesung: 19 Januar 2018 in Halle/Saale 
Lesung: 20. Januar 2018 in Berlin (geschlossene Veranstaltung)

ZEITKUNSTGALERIE
Jutta Wittenbecher
Kleine Marktstraße 4 | 06108 Halle (Saale)

Do, 30.11.2017

Thomas Hornemann „Jedes Bild hat die Couch, die es verdient“

Jedes Bild hat die Couch, die es verdient

Wie bereits im letzten Jahr findet die Jahresausstellung der Tabor Presse Berlin wieder im SCHAU FENSTER statt. Neben den eigenen Editionen des Jahres 2017 von 15 Künstlern der eigenen Werksatatt (Thomas Hornemann, Christian Awe, Jim Avignon, Gerd Rohling, Daniel M. Thurau, Jan Brokof, Fritz Bornstück, Daniel Richter, Philip Grözinger, Ayman Baalbaki, Frank Badur, Reinhard Stangl, Damien Deroubaix, Pius Fox und Strawalde), Studien, Skizzen und Varianten zu einzelnen Kalender-und Editionsblättern, ebenso natürlich den kompletten Original-Grafikalender 2018 werden auch zahlreiche andere neue Grafiken gezeigt.

Zudem werden neue Grafiken aus dem arty shop gezeigt: Jim Avignon, Ivan Beslic, Dave the Chimp, Brad Downey & Nathan Menglesis, Philip Grözinger, PlusMinus3, Stohead, Various & Gould und Heiko Zahlmann

Ausstellungseröffnung: 15. Dezember 2017, 19 Uhr
musikalische Unterhaltung Johannes Marx (live)
Ausstellung: 15. Dezember 2017 - 2. Januar 2018

SCHAU FENSTER | Lobeckstraße 30-35 | 10969 Berlin

nähere Angaben hier.

Mi, 29.11.2017

Alles Glück dieser Erde

Vor 3 Wochen erschien in der Corvinus-Presse von Hendrick Liersch der Gedichtband von Gerd Adloff mit Abbildung von 11 Kaltnadelradierungen von Klaus Zylla in japanische Bindung und einer Auflage von 180 vom Autor signierten Exemplaren (20 €). Gleichzeitig erschien eine Vorzugsausgabe mit mit 4 Radierungen im Buch und einer lose beiliegenden von Klaus Zylla, gedruckt von Dieter Bela, in 22 numerierten und signierten Exemplare Handbindung von Stefan Cseh (300 €).
Leider verpasste ich die Buchpremiere, konnte mich aber heute davon überzeugen, wie sarkastisch und hintergründig der auf den ersten Blick kitschige Titel "Alles Glück dieser Erde" für die Gedichte von Adloff ist und wie kongenial dessen Gedanken ergänzt werden durch die Illustrationen von Zylla.

Gerd Adloff, 1952 geboren, arbeitete als Rotationsarbeiter, Buchverkäufer und Packer in einer Druckerei und studierte 1976 bis 1981 Germanistik an der Humboldt-Universität zu Berlin. Zahlreiche Lyrikveröffentlichungen seit 1990, in der Corvinuspresse erschien nach "Zwischen Geschichte und September" (2015) mit Illustrationen von Horst Hussel jetzt sein zweiter Gedichtband.

Von Klaus Zylla, 1953 geboren, u.a. 1977 - 1982 Arbeit und Studium an der Kunsthochschule Berlin-Weissensee, läuft derzeit eine Ausstellung der Kunstsammlung Lausitz im Schloß Senftenberg, die mit einer Lesung aus "Alles Glück dieser Erde" eröffnet wurde.

"Mit seiner phantastischen und skurrilen Figurenwelt kann der Maler und Grafiker Klaus Zylla als einer der Erben der Art Brut angesehen werden. Zylla war zunächst als Siebdrucker in der Werbung tätig. Die Kunsthochschule Berlin-Weißensee besuchte er im Abendstudium und beschäftigte sich parallel im Bereich des künstlerischen Siebdrucks. Seit etwa 1990 widmet er sich ausschließlich dem eigenen künstlerischen Schaffen."

Ausstellung: 15. November 2017 - 14. Januar 2018

Spreewald-Museum | Topfmarkt 12 | 03222 Lübbenau

Di, 28.11.2017

Aus dem Werkzyklus Huldigung an Hafez © 2016 Günther Uecker Kunstverlag

Poesie trifft Druckgraphik

Mit „Huldigung an Hafez“ präsentiert das Museum für Druckkunst einen 42-teiligen Werkzyklus von Günther Uecker aus dem Jahr 2015 zu der Lyrik des persischen Dichters Hafez. Der Künstler eröffnet damit Bildwelten, die zwischen europäischer und persischer Kultur wandeln und Texte auf eindrucksvolle Weise in Farben und Rhythmen übersetzen.

Günther Uecker (*1930) befasst sich neben seinen berühmten Nagel-Objekten seit den 1970er Jahren mit der Verwandlung von Texten in geschriebene Bilder. Vor allem Schriften aus außereuropäischen Ländern inspirieren ihn. Mit dem Werk des 1320 in Shiraz geborenen persischen Dichters und Mystikers Hafez beschäftigt er sich seit mehreren Jahren.
Mit einer überraschend sinnlichen Präsenz „übersetzt“ Uecker die poetische Sprache der Verse von Hafez in insgesamt 42 druckgrafische Arbeiten, bestehend aus fünf Prägedrucken, sechs Sanddrucken und 31 Siebdrucken. Vollständige Ghaselen aus Hafez‘ Divan auf Persisch und vom Künstler ausgewählte, handschriftlich Zitate auf Deutsch zieren die Blätter und unterstreichen das Hauptanliegen Ueckers, die persische und deutsche Kultur durch Kunst näherzubringen. Dabei werden Wörter zu Farben und ruhige Blätter wechseln sich mit dynamischen ab.

Die Schau beschließt ein Ausstellungsjahr, das mit „Tschichold in St. Gallen“ und „New Types. Drei Pioniere des hebräischen Grafikdesigns“ bereits sehr typografisch ausgerichtet war und mit Ueckers Zyklus nun auch die Kalligrafie präsentiert.  

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Ausstellung: 22. Oktober 2017 – 07. Januar 2018

Museum für Druckkunst Leipzig · Nonnenstraße 38 · 04229 Leipzig-Plagwitz

Fr, 24.11.2017

Elke Rehder - "75 Jahre Schachnovelle"

Heute Abend wurde die Ausstellung mit Arbeiten von Elke Rehder mit anschließender Lesung aus Zweigs Schachnovelle eröffnet.

Umrahmt mit Darbietungen eines kleinen Männerchores würdigte nach einführenden Worten der Leiterin der Bibliothek, Stefanie Reich, Raymund Stolze das Werk der Künstlerin und Schachautorin Elke Rehder, in welchem das Thema Schach schon immer eine zentrale Rolle spielte und gab einen kurzen Überblick über die Editionsgeschichte der Novelle. Von der Künstlerin, die leider nicht anwesend sein konnte, wurde eine Grußbotschaft verlesen.

Anschließend boten Raymund Stolze, Stefanie Reich und Ulrich Voß eine eindrucksvolle szenische Lesung des Textes von Stefan Zweig.

Bilder (© ad) von der Vernissage können hier betrachtet werden.

Mi, 22.11.2017

Petra Ober, © Mina Lößle / Petra Ober

Die Bilder der Buchkünstler VII – Petra Ober

Eine Ausstellung des Klingspor-Museums Offenbach stellt die Buchkünstlerin Petra Ober vor.

Geboren in Oberbayern, studierte sie Malerei und Kunsterziehung an der Akademie der Bildenden Künste in München. Seit den 1980er Jahren gestaltet sie farbintensive Unikatbücher mit ausgesprochen sinnlicher Anmutung, einige davon sind in die Sammlung des Klingspor Museums Offenbach eingegangen. Die Eigenschaften des Buches – Blätterabfolge, Doppelseite, räumliche Entfaltung – prägen die Bilder der Künstlerin, die oftmals seriell angelegt sind und dem Betrachter ihren Entstehungsprozess vor Augen führen. Die Ausstellung bei der SOH präsentiert erstmals Arbeiten, in denen Selbstbegegnung und Spurenziehen ihren Ausgang in der Handschrift finden. Bei der Eröffnung ist auch eine Buchpräsentation der Künstlerin zu erleben.

Mit der Ausstellungsreihe "Die Bilder der Buchkünstler" richten die Stadtwerke und das Klingspor Museum den Blick auf die Malerei, Grafik und Druckgrafik von Künstlerinnen und Künstlern, deren hochkarätige Buchkunst das Klingspor Museum sammelt.

Vernissage: 22. November 2017, 18 Uhr
Die Ausstellung ist ein Jahr zu sehen.

Stadtwerke Offenbach Holding GmbH | Senefelderstraße 162 | Offenbach

Di, 21.11.2017

Jörg Seifert - Such die Maus

Eine Ausstellung der Galerie Laterne, Chemnitz, zeigt Malerei auf Leinwand des Pirckheimers Jörg Seifert, Annaberg. Der Künstler wird auf der Ausstellung am 4. Dezember eigene Texte lesen.
Es erscheint ein Katalog, 60 Seiten mit zahlreichen farbigen Abbildungen der ausgestellten Arbeiten (Bestellung per e-mail für 5,00 Euro plus Versandkosten).

Auszug aus dem Katalogtext

  • LATERNE: Also, wie geht es los bei dir, wenn du eine leere Leinwand siehst, welche Vorstellungen hast du dann, welche Idee hast du, was willst du festhalten und warum willst du es festhalten?
  • Jörg Seifert: Es gibt auf jeden Fall keinen Plan. Das ist sozusagen der einzige Plan, den es gibt. Der Rest ist ein Herantasten und Versuchen. Man hat eine Ahnung, aber es würde mich nicht reizen, mich vor eine Leinwand zu stellen und zu wissen, wie sie am Ende aussieht. So könnte (wöllte!) ich überhaupt nicht anfangen zu arbeiten. Insofern ist der Ansatz schon da, wobei immer alles mitspielt, was man schon gesehen hat, was man von anderen zur Kenntnis genommen hat, was man selber probiert hat, aus diesem Konglomerat aus Erfahrungen, Erlebnissen und Begegnungen erwächst dann das Schaffen, der direkte Zugriff. Was du am Anfang sagtest, dass der Anspruch da ist, etwas noch nicht Vorhandenes, das hat wahrscheinlich jeder Künstler, wobei auch jeder weiss, dass man auf den Schultern der Vorgänger steht, weil die einen geprägt haben. Was man schon gesehen hat, was bereits existiert, auch in der Natur - ist ja klar."

Ausstellung: 20. November 2017 - 28. Februar 2018
Lesung mit Jörg Seifert am 04. Dezember 2017, 19.30 Uhr

Galerie und Kunstverein LATERNE e.V.
Karl-Liebknecht-Str. 19 | 09111 Chemnitz

Do, 16.11.2017

Elke Rehder: Dr. B. in Isolationshaft, Acryl auf Leinwand. 2017. Format 100 x 80 cm

Elke Rehder - "75 Jahre Schachnovelle"

Am 7. Dezember 1942 erschien die deutschsprachige Erstausgabe der Schachnovelle in Buenos Aires. Außerdem hat Stefan Zweig am 28. November Geburtstag.

Aus diesem Anlass wird in der Anna-Ditzen-Bibliothek in Neuenhagen bei Berlin die Ausstellung "75 Jahre Schachnovelle - Bilder von Elke Rehder" gezeigt mit Gemälden, Grafiken und illustrierten Büchern, die bisher zur Schachnovelle entstanden sind. Ausgestellt wird unter anderem ein wertvolles Buch, welches Ulrike Erber-Bader im Juni 2004 den Teilnehmern der 105. Jahresversammlung der Gesellschaft der Bibliophilen in Frankfurt am Main widmete. Außerdem werden Grafiken der Pirckheimerin Elke Rehder zur Schachnovelle gezeigt, die in den Zeitschriften "Illustration 63" und in "Graphische Kunst" des Pirckheimers Jürgen Schweitzer erschienen sind. Sechs großformatige Gemälde auf Leinwand von Elke Rehder mit vier Motiven aus der Schachnovelle und zwei Situationen zum Exil 1941 und 1942 werden in Neuenhagen zum ersten Mal ausgestellt.

Eröffnung: 24. November 2017, 18 Uhr mit einer Lesung aus der Schachnovelle. Der Kurator Raymund Stolze wird Grußworte der Künstlerin verlesen.
Ausstellung: 24. November - 8. Dezember 2017

Anna-Ditzen-Bibliothek | Hauptstr. 2 | 15366 Neuenhagen bei Berlin

Weitere Informationen auf der Seite des Berliner Schachverbandes.

Sa, 11.11.2017

30 Jahre Werkstatt Künstlerische Lithographie Berlin

Aus Anlass des Jahrestages der Werkstatt Künstlerische Lithographie Berlin Treptow findet in der Galerie Alte Schule eine Ausstellung statt. Zu sehen sind 100 Druckgraphiken aus 30 Jahren Druckwerkstadt von 40 Künstlern. Die Laudatio zur Eröffnung hält Alexander Bandila, Kulturwissenschaftler und Kustor. Musik Jazz-Duo Laura Bondi (Gesang) und Danil Zverkhanovsky (Gitarre).

Vernissage: 17. November 2017, 20 Uhr
Ausstellung: 17. November 2017 - 6. Januar 2018

Galerie Alte Schule im Kulturzentrum Adlershof
Dörpfeldstr. 56, 12489 Berlin