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20!

Der Stand der Pirckheimer auf der Leipziger Buchmesse 2017.
Der Stand der Pirckheimer auf der Leipziger Buchmesse 2017. | © Ralf Wege
Die Pirckeimer waren auch aus der Ferne gut zu sehen.
Die Pirckeimer waren auch aus der Ferne gut zu sehen. | © Ralf Wege
Verleger und Neu-Pirckheimer Till Kaposty-Bliss (l.) mit dem Pirckheimer-Vorsitzenden Ralph Aepler am Messestand in Halle 3.
Verleger und Neu-Pirckheimer Till Kaposty-Bliss (l.) mit dem Pirckheimer-Vorsitzenden Ralph Aepler am Messestand in Halle 3. | © Ralf Wege
Pirckheimer-Mitglied Abel Doering im Gespräch mit Messegästen.
Pirckheimer-Mitglied Abel Doering im Gespräch mit Messegästen. | © Ralf Wege
208.000 Besucher der Leipziger Buchmesse 2017 tummelten sich laut Veranstalter auf dem Messegelände.
208.000 Besucher der Leipziger Buchmesse 2017 tummelten sich laut Veranstalter auf dem Messegelände. | © Ralf Wege
Die Besucher der Messe sahen nicht nur die fertigen Bücher. In Halle 3 konnten sie auch erleben, wie gedruckt wird.
Die Besucher der Messe sahen nicht nur die fertigen Bücher. In Halle 3 konnten sie auch erleben, wie gedruckt wird. | © Ralf Wege
Blick in die Glashalle.
Blick in die Glashalle. | © Ralf Wege
In Halle 3 wurde vom Hand gedruckt.
In Halle 3 wurde vom Hand gedruckt. | © Ralf Wege
Sie sprachen auf Einladung der Pirckheimer über »Annäherungen an Sammler und ihre Bibliotheken«: Birgit Eichler, Geschäftsführerin des Mironde-Verlags, Autor und Künstler Hartmut Andryczuk sowie Moderator, Filmemacher und Autor Jens-Fietje Dwars (l.)
Sie sprachen auf der Buchmesse auf Einladung der Pirckheimer über »Annäherungen an Sammler und ihre Bibliotheken«: Birgit Eichler, Geschäftsführerin des Mironde-Verlags, Autor und Künstler Hartmut Andryczuk sowie Moderator, Filmemacher und Autor Jens-Fietje Dwars (l.) | © Ralf Wege
Jetzt heißt es aufräumen. Abel Doering durchtrennt den letzten Kabelbinder. Dann verschwindet das Pirckheimer-Transparent in der Transportkiste. Aber nicht für immer!
Jetzt heißt es aufräumen. Abel Doering durchtrennt den letzten Kabelbinder. Dann verschwindet das Pirckheimer-Transparent in der Transportkiste. Aber nicht für immer! | © Ralf Wege
Die Pirckheimer kommen 2018 wieder! Dann heißt es vom 15-18. März: »Auf nach Leipzig!«
Die Pirckheimer kommen 2018 wieder! Dann heißt es vom 15-18. März: »Auf nach Leipzig!« | © Ralf Wege
Mit dieser Zahl hatten die Pirckheimer zu Beginn der Leipziger Buchmesse nicht gerechnet.

Um so größer war die Freude, nach vier anstrengenden Tagen Messebetrieb in Halle 3, nach vielen Gesprächen und am Ende mit schmerzenden Füßen und strapazierten Stimmbändern, diese Zahl erreicht zu haben.

20 ausgefüllte Anträge auf Mitgliedschaft in der Pirckheimer-Gesellschaft zählten Abel Doering und Matthias Haberzettl am Abend des 26. März, des letzten Messetages in Leipzig. Auf dieses Ergebnis können die beiden sowie die anderen Mitglieder des Messeteams Ralph, Katrin und Charlotte Aepler, Jutta Osterhof und Marita Hoffmann stolz sein.

»Die Entscheidung des Vorstandes, den Sprung vom Besucher zum Aussteller zu wagen, war goldrichtig«, sagt Ralph Aepler rückblickend. ”Selbst wenn wir nur halb so viele neue Mitglieder gewonnen hätten, die Leipziger Messe ist für die Pirckheimer ein wichtiger Ort, um Kontakte zu anderen Bücher- und Graphiksammlern neu zu knüpfen oder zu festigen, sich mit Pressendruckern, Antiquaren auszutauschen, bekannte Künstler zu treffen und vor allem junge Künstler kennenzulernen, einfach den Finger am Puls der Buchkultur- und Buchkunstszene zu haben.« Dafür hat sich der Standort in der Halle 3 für Buchkunst und Grafik bewährt. Bei den meisten der Messe-Besucher, die in diese Halle vordringen, kann man ein Grundinteresse an schönen und handgemachten Büchern sowie Graphik und Illustration voraussetzen. Dazu kommt eine exquisite direkte Nachbarschaft: Wolfgang Grätz mit dem Büchergilde artclub, Jürgen Schweitzer mit der Edition Curt Visel, Jens Henkel mit der Burgart-Presse, Felix M. Furtwängler mit seiner Privat Presse Berlin, Hartmut Andryczuk mit Künstlerbüchern, sowie in Sichtweite Rainer Ehrt mit seiner »Edition Ehrt«, die Katzengraben-Presse von Christian Ewald, Henry Günther mit der »Edition Balance« und, und, und …

Für einige der 20 neuen Mitglieder war die Pirckheimer-Gesellschaft keine Unbekannte. Manche waren bis zur »Wende“ 1989 dabei und hatten dann den Kontakt verloren – und nun in Leipzig wieder gefunden. So war öfter zu hören: »Guck mal, die Marginalien gibt es noch, das ist ja toll.«

Andere kannten die Pirckheimer zuvor aus dem beruflichen Umfeld. So zum Beispiel Verleger Till Kaposty-Bliss, der »Das Magazin« herausgibt. Damit ist er den Pirckheimern aus der Tradition des »Magazins« heraus schon sehr nahe, gestaltete doch das Gründungsmitglied der Pirckheimer-Gesellschaft, Werner Klemke, von 1954 bis 1991 insgesamt 423 Cover des Magazins. Seit der Messe ist Till Kaposty-Bliss auch Mitglied: »Ich freue mich, jetzt bei den Pirckheimern dabei zu sein. Nicht nur aufgrund der Verbindung zu Werner Klemke. Der frische Wind, der seit kurzem in der Gesellschaft weht und der sich auch in der neuen Webseite zeigt, passt gut zum Magazin. Denn das wird inzwischen von einer neuen Autoren- und Lesergeneration entdeckt und geliebt. Wir sind eine ungewöhnliche Kulturzeitschrift, und die Pirckheimer sind keine gewöhnliche Gesellschaft.«

Zufrieden war das Pirckheimer-Messeteam auch mit dem Zuspruch zu den drei Veranstaltungen, zu denen sie auf die Leseinsel in Halle 3 eingeladen hatten: Die Vorstellung des aktuellen Heftes der »Marginalien«, der Kunstkritiken Lothar Langs in der Weltbühne, das Sammlergespräch und der Auftritt der Bücherkinder Brandenburg mit ihrem Rap auf Werner Klemke.

Nach Angaben der Leipziger Messe präsentierten 2017 insgesamt 2.493 Aussteller aus 43 Ländern in Leipzig ihre Neuerscheinungen. In dieser Größenordnung dürfte die Messe auch im kommenden Jahr stattfinden, dann vom 15. bis 18. März. Die Pirckheimer werden wieder dabei sein.